Hier kommt nun mit etwas Verzögerung (was auch daran liegt, dass ich gerne auf die Dateien der Partien warten wollte, die erst am letzten WE hochgeladen worden sind) noch der Bericht zu den Oberliga-Runden 4 und 5, die am 07./08.12.2025 für uns in Oberursel stattfanden.
Zwischenzeitlich (am 17./18.01.2026) haben auch schon die Runden 6 und 7 stattgefunden. Auch hier wird der ausführliche Bericht noch etwas warten müssen, da die Partien noch nicht verfügbar sind. Es darf aber schon verraten werden, dass wir mit zwei Siegen (6:2 gegen Heimbach-Weis-Neuwied II und ein starkes, wichtiges 4,5:3,5 gegen Koblenz) einen wichtigen, hoffentlich bereits entscheidenden (auch wenn bekanntlich am Ende der Jagd die Hasen gezählt werden) Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht haben!
Runde 4
Nun zurück ins letzte Jahr. Am Samstag spielten wir gegen die zweite Mannschaft der Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen, gegen die wir letzte Saison aufgrund eines tragischen Autounfalls ein 4:4-Unentschieden mit Beigeschmack erzielen konnten. Nach Saisonende verloren die Wolfhagener dann ziemlich überraschend gegen die SF Heidesheim im Stichkampf mit 3,5:4,5, weswegen wir wieder mit ihnen vorliebnehmen durften. Diesmal trat unser Gegner aber auch nur zu siebt an, sodass wir einen Punkt zumindest schon mal sicher hatten. Das sollte es dann allerdings auch schon gewesen sein, denn alle anderen Partien gingen gegen die hauptsächlich aus Ukrainern bestehende Mannschaft verloren.
Adams Partie war sicher die knappste, während auch Klaus-Jürgen sich gegen einen GM lange hielt und dann kurz vor der Zeitkontrolle einbrach. Auch Christopher hatte durchaus seine Chancen, aber wir wollen natürlich nicht so viele Niederlagen zeigen, daher hier nur zwei Ausschnitte:

Runde 5
Am Sonntag spielten wir dann gegen den Wiesbadener SV 1885. Hier kam es schon direkt zu Beginn zu einigen Turbulenzen, die hoffentlich die Saison nicht weiter verzerren werden, was auch für unsere Mitkonkurrenten schade wäre. Zunächst nullte der Schiedsrichter Klaus-Jürgens Gegner, da sich dieser nach Freigabe der Bretter mit einem Mobiltelefon im Spielsaal aufhielt. Wie genau der Ablauf war, wird vermutlich im laufenden Protestverfahren geklärt werden müssen, weswegen ich mir weitere Kommentare erst mal erspare. Allerdings hatten auch wir ordentlich Pech, da Claas aufgrund eines Notfalls bereits auf dem Weg zum Spiellokal noch mal umdrehen musste, was der Schiedsrichter nicht als Begründung für die Überschreitung der Karenzzeit durchgehen ließ. Bitter, somit stand es bereits sehr früh 1:1 und die Geräuschkulisse lenkte etwas vom Spielen ab.
Dennoch kämpften wir natürlich ordentlich, denn gegen Wiesbaden hatten wir letzte Saison verloren und wenn wir nun punkten könnten, würde uns das in der Tabelle natürlich guttun.
Richard musste gegen das hessische Nachwuchstalent (mittlerweile auch IM) Christian Glöckler relativ bald die Segel streichen. Dann geschahen drei Remis, wobei die Reihenfolge mittlerweile nicht mehr rekonstruierbar ist. (Unser) Christian jedenfalls konnte ein ungefährdetes Kurzremis (das zeitlich sicher länger dauerte) gegen GM Igor Khenkin herausholen, während Adam gegen IM Julian Geske von Beginn an auf Sieg spielte, sich dann aber in einem Endspiel ohne Damen wiederfand (da kann man ja gar keinen Mattangriff starten!). Im schlussendlich entstandenen Turmendspiel war trotz eines Mehrbauern dann nichts mehr zu holen.
Christopher hingegen hatte sich wohl vorgenommen, es diesmal spannend zu machen, denn ihm fabrizierte ein ungewohntes Malheur.
Hier war also etwas Glück dabei gewesen, doch nun hatten wir beim Stand von 2,5:3,5 nicht ganz unrealistische Chancen. Es spielten noch Emil (also ich in der 3. Person) und Niklas an den Brettern 6 und 8, wobei sich alle Spieler in Zeitnot befanden.
Emil war in der Eröffnung überrascht worden und hatte verzweifelt versucht, eine Stellung mit Gewinnchancen zu kreieren. Im Nachhinein kann man natürlich sagen, dass das funktioniert hat, aber zwischendurch sah es doch relativ brenzlig aus:
Es blieb noch Niklas‘ Partie. Er spielte gegen Dan Fulea (immerhin über 2200 Elo) eine starke Partie, in der nach ungewöhnlichen Manövern (soll nicht schlecht heißen, nur taucht ein schwarzer Springer eher selten auf e3 auf) in der Eröffnung nicht zuletzt der sehenswerte Abschluss hängenbleibt:

Zum Abschluss noch die aktuelle Tabelle (Obacht, „aktuell“ bedeutet, dass die Runden sechs und sieben bereits einkalkuliert sind, was uns aber zugutekommt.

